Warum ich diese Nachbarschaftshilfe ins Leben gerufen habe
Mein Name ist Marcus und ich wohne selbst hier im Kiez am Reichweindamm. Ich habe aus gesundheitlichen Gründen das Pech, nicht arbeitsfähig zu sein, und weiß genau, wie hart es ist, jeden Cent umdrehen zu müssen und vom Staat abhängig zu sein.
Aber noch mehr hat mich geärgert, wie Großkonzerne wie die Gewobag mit uns Mietern umgehen.
Meine Erfahrung mit der Gewobag
Im Winter 2025 saß ich zusammen mit 90 anderen Parteien hier im Haus monatelang ohne Gas da – mitten in der Weihnachtszeit und bis weit in das neue Jahr hinein. Informationen gab es kaum. Die finanziellen Folgen, weil ich vier Monate lang nicht kochen konnte, haben mich damals schwer getroffen.
Als es dann auch noch mit dem Jobcenter ein Kommunikationsproblem gab und die Gewobag mein rechtmäßiges Guthaben von über 500 Euro als „Sicherheit“ einbehielt, reichte es mir. Trotz Fristsetzungen wurde ich ignoriert. Erst als ich anfing mit juristisch klaren Briefen Druck zu machen, bewegte sich etwas.
Wir sind keine Nummern!
Bei diesen Kämpfen ist mir eines klar geworden: Viele Menschen in unserer Nachbarschaft – ob ältere Rentner oder Nachbarn, die nicht perfekt Deutsch sprechen – haben gar nicht die Kraft oder die Möglichkeit, sich gegen solche Ungerechtigkeiten zu wehren. Die Gewobag spekuliert oft darauf, dass wir schweigen.
Ich möchte nicht mehr schweigen, und ich möchte, dass Sie es auch nicht müssen.
Weil mir das Formulieren von offiziellen Briefen liegt und ich mich gut in die Systeme reinfuchsen kann, biete ich meinen Nachbarn diese Unterstützung an. Ich möchte Ihnen den Rücken freihalten, damit Sie zu Ihrem Recht kommen. Von Nachbar zu Nachbar, ehrlich und unentgeltlich.